Nach einjähriger Bauzeit wurde das Café Moskau als Konferenzzentrum für bis zu 2400 Per-
sonen wieder eröffnet.
Das Café Moskau war das Restaurants im ehemaligen Ostberlin, seine Nachtbar legendär.
Als Zeichen der engen Verbundenheit der DDR mit dem „großen Bruder“ Sowjetunion wurde das Gebäude 1964 erstmals feierlich eröffnet, in den 80er Jahren im Inneren komplett umgestaltet
und nach ‘89 unter Denkmalschutz gestellt. Mitte der 90er Jahre entdeckte die Berliner Clubszene
den Ort. 2007 hat die Nicolas Berggruen Berlin Three Properties die Immobilie erworben und nach den Plänen von HSH Architekten umbauen lassen.
Um die heutige Nutzung als Konferenzzentrum zu ermöglichen, haben HSH Architekten das Ge-
bäude funktional neu gegliedert und die gesamte Gebäudetechnik modernisiert. An der Ostseite wurde ein neuer, repräsentativer Eingang hinzugefügt und dadurch die Nutzungsflexibilität des Gebäudes wesentlich erhöht. Es entsteht ein zweiter Vorplatz, der mit den im Ursprungskonzept angelegten Hofsituationen Westeingang, Atrium und Rosengarten korrespondiert. Der neue Ein-
gang wird von einer anthrazitfarbenen, stark reflektierenden Glaswand begrenzt. Durch den Einbau von LEDs kann er sich zum digitalen Bildträger wandeln und schafft damit einen Bezug zu der Bildsprache der 60er, dem Wandmosaik von Bert Heller.
HSH Architekten haben Sichtachsen und die Transparenz des Gebäudes wieder hergestellt.
Die aus dem Umbau in den 80er Jahren resultierende kleinteilige Raumstruktur wurde rückgebaut. Ehemalige Küchenbereiche sowie der Anbau im Rosengarten wurden in hochwertige Veranstaltungsflächen umgewandelt und Nebenflächen minimiert. Unabhängig voneinander erschlossen, können die einzelnen Veranstaltungsräume jetzt separat genutzt oder miteinander kombiniert werden.