Eine grundsätzliche Zielsetzung des Entwurfs bestand darin, den geschlossenen und autonomen Charakter der Anlage in ein Bürogebäude zu verwandeln, das den Nutzern einen Kontakt zum Stadtraum ermöglicht; Licht, Luft, und Geräusche der Stadt ins Innere des Gebäudes zu holen und von innen nach außen visuelle Bezüge zum städtebaulichen Kontext entstehen zu lassen.
Gleichzeitig galt es, die Atmosphäre und Struktur des alten Abspannwerks so weit wie möglich zu erhalten und formal und inhaltlich von der neuen Nutzung abzugrenzen.
In einer ersten Projektphase sollte diese Abgrenzung vollständig auf räumlicher Ebene durchgeführt werden. Die neue Funktion des Bürogebäudes sollte als räumliches „Liquid“, als intelligente Flüssigkeit durch das Abspannwerk hindurch fließen, wodurch Aspekte wie Beweglichkeit, Zufall und Hybridisierung als Kontraste zur vorhandene dominanten Rasterstruktur thematisiert wurden.

Im weiteren Entwurfs- und Verhandlungsprozess wurde die raumbildende Komponente jedoch auf eine stillere Ebene sublimiert. So findet sich z.B. jetzt das explizite Thema der Doppelgeschossigkeit und den damit verbundenen Blickbeziehungen im Brückengang und im Lichthof des Abspannwerkes Süd wieder.